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NADELHOLZ | PRODUKTEIGENSCHAFTEN MERKMALE NADELHOLZ: Für Holz spricht seine Natürlichkeit und die umweltfreundliche „Produktion“ imWald. Aber nicht jede Holzeigenschaft sorgt für Zufriedenheit beim Kunden. Trotz sorgfältiger Auswahl und Bearbeitung lassen sich bestimmte Produkteigenschaften nicht völlig vermeiden und sind daher zu tolerieren. Je nach Holzart sind diese Eigenschaften unterschiedlich ausgeprägt. Informieren Sie sich bei Ihrem Fachhändler. Salzausblühungen: Vor allem im ersten Jahr nach der Fertigstellung kann es vereinzelt zu Harzaustritten in dieser Form kommen. Durch die Kesseldruckimprägnierung wird das Harz grün-weiß eingefärbt. Dadurch entstehen kleine Flecken auf der Oberfläche. Die Sonne härtet diese Flecken, so dass diese abgebürstet oder abgewischt werden können. Mit der Zeit verwittern sie von allein und stellen keinen Grund zur Beanstandung dar. Schimmel und Stockflecken: Besonders in der warmen Jahreszeit kann es oberflächlich zu Stockflecken und Schimmelbefall kommen. Diese Pilze sind jedoch nicht holzzerstörend. Sie beeinflussen nicht die Festigkeit. Sie können abgewischt werden, bzw. wittern nach einiger Zeit von alleine ab. Trockenrisse: Das Quellen und Schwinden findet im Holz nicht gleichmäßig statt. Dadurch können sogenannte Trockenrisse entstehen. Sie beeinflussen in der Regel nicht die statischen Eigenschaften und die Festigkeit des Holzes und sind daher zu tolerieren. Markröhre: Die Markröhre befindet sich in der Mitte des Baumstammes. Je nach Alter ist sie stark oder weniger stark ausgeprägt. Sie ist zu Lebzeiten des Baumes der Versorgungskanal gewesen. Fälschlicherweise wird sie manchmal als Fäulnis oder Insektenbefall angesehen. Quellen und Schwinden: Durch klimatische Einflüsse nimmt das Holz Feuchtigkeit auf und gibt sie ab. Bei Feuchtigkeitsaufnahme kommt es zum Quellen des Holzes, bei Abgabe zum Schwinden. Bei Kiefer KDI-Produkten können Volumenveränderungen von bis zu 8% auftreten. Stark nachgetrocknete Bretter verformen sich z.B. in Form von „Schüssellungen“. Diese Eigenschaften sind bei Nadelhölzern üblicherweise stärker ausgeprägt und sind zu tolerieren. Modifizierte Hölzer (TMT & Accoya®) sind deutlich formstabiler (s. S. 113). Raue Stellen: Trotz sorgfältiger Bearbeitung mit modernsten Maschinen lassen sich vereinzelte raue Stellen an der Holzoberfläche nicht vermeiden. Insbesondere bei Holzfasern, die gegen die Bearbeitungsrichtung verlaufen, z. B. um die Äste herum. Kreuzholz: Insbesondere die Pfostenabmessungen 7 x 7 cm und 9 x 9 cmwerden als hochwertiges Kreuzholz eingeschnitten. Bei diesem Verfahren wird der Kern des Stammes aufgetrennt. Dadurch werden Rissbildung und Verdrehung deutlich reduziert. Äste: Die Äste und Maserung eines Holzes entsprechen der Charakteristik eines natürlich gewachsenen Rohstoffes. Jedes Stück ein Unikat! Äste unterliegen im Prinzip keinerlei Einschränkungen und können daher in Größe und Anzahl variieren. Rhombusleisten werden vereinzelt gespachtelt. Bläue: Die blau bis blaugraue Verfärbung wird durch bestimmte Pilze hervorgerufen. Da der Bläuepilz sich nur von Zellinhaltsstoffen ernährt ist er keine Gefahr für die Substanz des Holzes. Es ist keine Fäulnis sondern lediglich eine oberflächliche Verfärbung, die mit fortschreitender Vergrauung des Holzes, optisch weit weniger bis gar nicht mehr wahrgenommen wird. Verhindern lässt es sich nur durch einen chemischen Holzschutz, einer Grund- und Bläuesperre. Farbunterschiede: Hier gilt Gleiches wie bei den Ästen. Das Farbspiel unterstreicht die Natürlichkeit des Materials. Teilweise kann aber auch der Grund für verschiedene Farbtöne in der Verpackung liegen. Außenliegende Hölzer sind evtl. schon etwas bewittert und haben dadurch bereits einen etwas anderen Farbton bekommen. Innen liegende Hölzer werden sich nach der Verarbeitung aber schnell anpassen. Ihre Konstruktion wird dann ein einheitliches Farbbild bekommen. Harzgallen und Harzaustritte: Kleinere Harzeinschlüsse zwischen den Jahresringen nennt man Harzgallen. Vor allem in den ersten 1–2 Jahren nach der Fertigstellung kann es zu Harzaustritten kommen. Das ausgetretene Harz wird durch Sonneneinstrahlung relativ schnell spröde und wittert mit der Zeit ab. Das ausgehärtete Harz kann man auch mit einem Stück Holz oder einer Spachtel abschaben. Splintholz: Als Splintholz wird das junge Holz direkt unter dem Kambium bezeichnet. In demmeist helleren Splintholz wird das Wasser von den Wurzeln zu den Blättern geleitet. Es hat dadurch eine geringere Festigkeit und ist nicht dauerhaft. Die Gebrauchsdauer von Splintholz kann nur durch einen chemischen Holzschutz oder eine Modifikation (TMT, Accoya®) gewährleistet werden. Ausgeprägtes Splintholz ist z.B. bei der Holzart Douglasie sehr gut zu erkennen. Hirnrisse: Hirnrisse verlaufen vom Hirnende eines Brettes einige Zentimeter in das Brett hinein. Sie können dann auch als Oberflächenriss sichtbar sein. Über das Hirnholz findet ein schnellerer Austausch von Feuchtigkeit statt, dadurch lassen sich Risse nicht verhindern. Nadelholz 168

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